Stellungnahme des Bundesverbandes NeMO e.V. zum rassistischen Terroranschlag in Hanau

Es reicht!
Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Opfern des Anschlages in Hanau, deren Familien und Freund*innen.
Wir sind voller Trauer und Wut. Der Anschlag stellt nicht erst seit dem NSU, Chemnitz und Halle eine Kontinuität rechter Gewalt dar. Das Schweigen darüber und die Verharmlosung von Rassismus durch Politik und Medien sind unerträglich und respektlos.
Es wird Zeit, Betroffenen rassistischer Gewalt zuzuhören und sie vor diesem Terror zu schützen. Wir müssen uns der Tatsache stellen, dass wir in einem Land leben, in dem Rechte und ihre Wähler*innen hofiert werden, in dem die Hintergründe rechtsextremer Gewalttaten nicht lückenlos aufgeklärt werden.
Die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, die Aufarbeitung von in institutionelle Strukturen eingeschriebenen Rassismus müssen jetzt auf die politische Agenda gesetzt werden.
An unsere Communities und aktive Antirassist*innen: Danke, dass es Euch gibt. Danke, dass Ihr für Solidarität & Gerechtigkeit einsteht. Danke, dass wir einander Halt geben, auch in Zeiten wie diesen.
Der Vorstand des Bundesverbandes NeMO e.V
Vorstand i. S. d. § 26 BGB: Dr. Ümit Koşan, Vorsitzender; Dr. Elizabeth Beloe, stellv. Vorsitzende; Dr. Peyman Javaher-Haghighi, stellv. Vorsitzender

Rückblick: samo.fa lokale Konferenz in Berlin

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Am 28.05.2019 fand die samo.fa lokale Konferenz in Berlin statt. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeauftragten vom Bezirksamt Mitte durchgeführt. Unter dem Motto „Angekommen? Teilhaben jetzt!“ diskutierten über 70 Teilnehmer*innen vornehmlich MO, Verwaltung und Politik und andere zivilgesellschaftliche Akteure über die Frage der Teilhabe im Berlin. In seiner Eingangsrede betonte der Staatssekretär für Integration Daniel Tietze wie wichtig es ist, gesamtgesellschaftliche Antworten auf gesamtgesellschaftliche Herausforderungen zu finden. Die Frage wie Teilhabe in einer wachsenden Stadt wie Berlin erreicht wird, wurde in den Begrüßungsreden von Noemie Majer, Koordinatorin für Flüchtlingsfragen im BA Mitte und Elizabeth Beloe, Vorstandsvorsitzende von moveGLOBAL ebenso aufgeworfen. Einheitlicher Tenor: Teilhabe ist die Aufgabe Aller.

Migrantenorganisationen leisten einen Beitrag zur lokalen Flüchtlingsarbeit in Berlin, indem sie sich in den Themenfeldern Rassismus und Diskriminierung, Arbeitsmarkteinstieg, Stadtteilarbeit betätigen und damit Teilhabe von Geflüchteten Menschen unterstützen.

Das Aufgabenspektrum der Migrantenorganisationen wächst und diese Organisationen brauchen dementsprechend solide und stabile Strukturen um all diesen Aufgaben gerecht zu werden.Die wichtige seit Jahren geforderte strukturelle Unterstützung der MO muss endlich erfolgen.

Samo.fa Dialogkonferenz 2019 „Angekommen? Teilhaben jetzt!“ Lokale Flüchtlingsarbeit in Berlin
28.05.2019

Nachtrag zur Eröffnungsfeier des 9° Afro-Brasilianisches Kultur Festival

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Mestre Pim-Pim  –  “ 31.10. Capoeira Angola Roda Berlin (Eröffnung) “    9° Afro-Brasilianisches Kultur Festival   –    31. Oktober bis 15. Dezember 2018

Am 31.10.2018 fand in Cabuwazi Treptow Berlin die Eröffnung der Veranstaltungsreihe des 9° Afro-Brasilianisches Kultur Festival statt. Die Eröffnung wurde vom Verein IELAEMBRASIL e.V  organisiert.

In Brasilien lebt die größte Population von Menschen afrikanischer Abstammung außerhalb Afrikas. Seit 2003 wird der 20. November als Tag des Schwarzen Selbstbewusstseins (Dia da Consciência Negra) gefeiert. An diesem Tag wird dem Kampf von Zumbi dos Palmares (* 1655 – † 20. November 1695) gedacht. Zumbi hat sich gegen die Sklaverei eingesetzt, welche erst am 13. Mai 1888 abgeschafft wurde. Er ist deshalb eine zentrale Figur für afrobrasilianische Bewegungen, die für soziale Gerechtigkeit und gegen Rassismus kämpfen. Mit der Einführung dieses Feiertags würdigen die Brasilianer*innen den Beitrag der afrobrasilianischen Bevölkerung beim Aufbau des Landes. Der Dia da Consciência Negra leitet jährlich der Monat des Bewusstseins (Semana da Consciência), in der der Befreiung der Afrika-stämmigen Bevölkerung aus der Sklaverei gedacht wird, ein.

Mestre Pim-Pim, aus Ribeiro Preto, Sao Paolo/Berlin – berichtet über die aktuelle Situation von Afrobrasilianer*innen in Brasilien. Darüber hinaus stellt sich der Verein seine politische Arbeit mit Schwarzen Menschen in Deutschland vor.