NARUD-Fachtag 2020 Dekolonisierung Jetzt! Perspektiven für Europa und Afrika

NARUD e.V. ist eine NRO der afrikanischen Diaspora in Berlin. Wir sind mit zahlreichen Projekten in der Entwicklungszusammenarbeit – vor allem in Kamerun – und der entwicklungspolitischen Bildung, sowie in Berlin auch in Bereichen der Demokratieförderung, der Integrations-, Antidiskriminierungs- und Antirassismusarbeit engagiert. Unsere jährlichen Fachtage finden stets unter hoher Beteiligung aus den afrikanischen Communities statt. Bei der Veranstaltung werden wir alle vorgegebenen Corona-Maßnahmen einhalten.

Mit besten Grüßen,

Aziz Lamere

Geschäftsführer, NARUD e.V.

AMK Fachtag 2020 „Frieden und Entwicklung in der Sahel Region“

Das Projekt „Frieden und Entwicklung in der Sahel-Region“ informiert über die bedrohliche Sicherheitslage in den Ländern der südlichen Sahel-Region und sensibilisiert dafür, dass diese Destabilisierung alle Entwicklungsanstrengungen dieser Länder konterkariert. Eine Fachtagung soll als Plattform dienen, um über endogene und exogene Ursachen des Terrorismus und der Destabilisierung zu diskutieren und Handlungsoptionen zu entwickeln, wie die Destabilisierung überwunden, staatliche Strukturen (wieder)aufgebaut und Frieden, Stabilität und Entwicklung in den Sahelländern gefördert werden können. Betrachtet wird, wie Deutschland und die EU diese Prozesse unterstützen und welche Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten hierbei auftreten. Dabei sollen auch Möglichkeiten der afrikanischen Diasporen für ihr stärkeres Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit sichtbar gemacht werden. Ergebnisse der Fachtagung werden in einer Broschüre veröffentlicht und diese an Multiplikator_innen und Politiker_innen verbreitet.

ZOOM Kick-Of des Projektes „Agenda 2030: Bedeutung und Rolle der Migrant*innenorganisationen“

Liebe Kolleg*innen,
Liebe Freund*innen,
Liebe Interessierte,

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen des Projektes „Agenda 2030: Bedeutung und Rolle der Migrant*innenorganisationen“ möchten wir Sie hiermit herzlich zu einer ZOOM Veranstaltung einladen.

Wann: 30. September 2020
Zeit: 17:00 – 19:00 Uhr
Anmeldungen bis zum 29.09.2020 bitte unter kontakt@moveglobal.de
Mit Bestätigung der Anmeldung versenden wir den ZOOM- Zugangslink.

Seit fünf Jahren ist die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in Kraft. Die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) bilden den Kern der 2015 von der Staatengemeinschaft verabschiedeten Agenda 2030 zur „Transformation unserer Welt“. Doch ihre Umsetzung kommt in Deutschland und in der Welt nur schleppend voran. In der aktuellen Debatte um die Umsetzung der Agenda 2030 und die Rolle der MOs, wird Migrant*innenorganisationen eine große Aufmerksamkeit geschenkt. Sie werden als wichtige Expert*innen und als unverzichtbare Akteur*innen der entwicklungspolitischen Bildung beschrieben, die sich in der BRD und auch darüber hinaus u.a. für globale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit engagieren.

Fragestellung der Kick Off Veranstaltung:
· Worin bestehen aus migrantischer Sicht die größten Herausforderungen?
· Wie können Migrant*innenorganisationen besser in die Umsetzung einbezogen werden?
· Welche Strategien verfolgen Migrant*innenorganisationen, um ihren Beitrag zur Umsetzung zu leisten?

Wir freuen uns, wenn Sie am 30. September 2020 dabei sind. Gerne können Sie die Einladung an interessierte Personen und Organisationen weiterleiten.

Die Lokale Dialogkonferenz 2020: „Zur Lage der Menschen mit Fluchtgeschichte. Hier und Heute!“

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleg*innen,

die Corona-Pandemie stellt uns vor große Herausforderungen. Wir antworten darauf mit einer Lokalen Dialogkonferenz im digitalen Raum. Dazu laden wir Sie herzlich ein. Die Lokale Dialogkonferenz 2020: „Zur Lage der Menschen mit Fluchtgeschichte. Hier und Heute!“, findet am 24.09.2020 auf Zoom und per Live Stream auf unserem Youtube-Chanel statt.

Ende August 2015 erklärte die Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Pressekonferenz “Wir schaffen das, und dort, wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden, muss daran gearbeitet werden”. Wie haben wir es in Berlin im Bereich des Arbeitsmarktes, Wohnungs- und Arbeitsmarkt geschafft? Im Fokus der Online-Konferenz stehen die Fragen:
➢ Welche Probleme und Schwierigkeiten neu oder verstärkt sind vorhanden?
➢ Welche Herausforderungen in Hinblick auf die Lage der Menschen mit Fluchtgeschichte gibt es aktuell und sind absehbar?
➢ Was wurde in Hinblick auf Teilhabe bisher erreicht?

Es erwarten Sie spannende Interviews, Online-Diskussionen mit verschiedenen Vetreter*innen aus Migrant*innenorganisationen, Politik und Verwaltung, Impulsvorträge zum Beispiel von Prof. Dr. María Do Mar Castro Varela, Professorin der Alice Salomon Hochschule in Berlin zu kritischen Fragen wie wir Migration aus westlicher Perspektive verstehen und welche Mechanismen und Strukturen Rassismus fördern und welche Rolle Solidarität in der Stadtgesellschaft spielt. Daneben gibt es einen Videovortrag von   zur Arbeitsmarktsituation von Geflüchteten und die spezifischen Herausforderungen für Frauen.

Unsere Kooperationspartner*innen sind die kommissarische Integrationsbeauftragte vom Bezirksamt Mitte von Berlin und für die digitale Gestaltung der Verein MPOWER e.V. (https://mpower-maedchen.de/).
Informationen zur Anmeldung sowie das Programm sind ab Mitte September unter www.moveglobal.de abrufbar.

Wir freuen uns, wenn Sie vorbei Schauen!

Eure samo.fa Plus Lokalkoordination
Cesar Chamoro

 

Vorläufiges Programm:

 

Kongo nach den Wahlen im Dezember 2018 Und die Rolle der Diaspora als Friedensstifterin

Liebe Interessierte Freunde,
nun ist es soweit, die Fondation Bolingo e.V lädt Sie herzlich zum ersten Veranstaltungstermin aus der Veranstaltungsreihe zum Thema „Kongo nach den Wahlen im Dezember 2018 und die Rolle der Diaspora als Friedenstifterin“, ein.
Die Veranstaltung findet am Samstag, 12.09.2020 um 14:00 Uhr in der folgenden Anschrift statt:
Berlin Glolbal Village
Am Sudhaus 2, 12053 Berlin.
Wir freuen uns, Sie im Veranstaltungssaal auf dem Gelände der ehemaligen KINDL-Brauerei in Berlin-Neukölln begrüßen zu dürfen. Die weiteren Informationen finden Sie im beigefügten Flyer (PDF-Link): Fondation Bolingo Flyer 2020xX

Neuköllner Sommer der Bildung und Lebensfreude

Liebe Interessierte,

wir laden Sie herzlich ein, am Samstag den 08.08 einen Sommer der Lebensfreude mit uns zu zelebrieren. Unter den Namen Neuköllner Sommer der Bildung und Lebensfreude!  wird ein vielfältiges Programm für Kinder und Jugendliche angeboten. Geplant sind unterschiedliche Mitmachaktivitäten, Workshops für Kinder, Informationsstände, ein Fachgespräch zur Novellierung des Berliner Partizipationsgesetzes mit der Beauftragten des Berliner Senats für Integration und Migration Katarina Niewiedzial.

Wir freuen uns, Sie am Samstag den 08.08.2020 auf dem Gelände der ehemaligen Kindle Brauerei Am Sudhaus 2, 12053   begrüßen zu dürfen.

Euer moveGLOBAL-Team

Netzwerktreffens Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene in Berlin

Eine Dokumentation des 2. regionalen Netzwerktreffens Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene in Berlin.

PDF-Datei: Dokumentation 2. rNWT Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene Ber…

moveGLOBAL aktiv gegen Rassismus

Es macht Mut und es schafft Zuversicht in Berlin zusammen gegen Rassismus zu stehen. Es macht Mut und zuversichtlich zu wissen, dass auch in vielen anderen Städten gemeinsam gedacht, zugehört und Gehör verschafft wurde – für mehr Gerechtigkeit, Frieden und die Würde aller in einem gleichberechtigten Zusammenleben. Auch wir waren dabei: moveGLOBAL aktiv gegen Rassismus.

Stellungnahme Corona im Globalen Süden: Globale Krise fordert globale Lösungen/Solidarität !

Update 28.04.2020

Die Corona-Pandemie hat die Welt kalt erwischt, ins Chaos gestürzt, und fordert die Gesundheitssysteme weltweit. In Deutschland werden die Menschen dazu aufgefordert, gemeinsam gegen den Corona Virus zu kämpfen indem sie zuhause bleiben, social distancing ausüben.

Ähnliche Präventionsmaßnahmen und gesundheitsschützende Maßnahmen werden in anderen Teilen der Welt umgesetzt.  Diese Pandemie stellt zweifellos eine gigantische Herausforderung für die Länder im Globalen Süden dar, da die Gesundheitssysteme in vielen Ländern marodieren. Hände regelmäßig waschen ist die Maxime des Jahres, wie sollen sich jedoch die Menschen die Hände waschen, wenn die Ressource Wasser knapp ist und die Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben und wenn Wasser als Ware gehandelt wird. Was passiert mit den Menschen, die auf der Flucht sind und im Lager zusammengepfercht werden? Was hat das mit unserem Leben hier zu tun? Das sind viele Fragen, die wir uns zurechtstellen müssen. Solidarität ist hier und dort gefragt.

Covid 19-Die Lage im Globalen Süden

Bis vor einigen Wochen entwickelten sich die Zahlen der Infizierten in vielen Ländern. des Südens langsam. Das ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs. Hier wie dort gerät der Alltag der Menschen aus den Fugen. Die Wirtschaft und das soziale Leben kommen zum Erliegen, die Lebensgrundlage vieler Menschen wird auf eine harte Probe gestellt. Menschen können nicht mehr für ihren Lebensunterhalt sorgen.

Die Schlagzeilen sind mehr als eindeutig: Corona wird viele Länder im Süden hart treffen, weil ihre Gesundheitssysteme marode und nicht für die Eindämmung einer solchen Pandemie ausgerüstet sind. Die Sozialsysteme werden zusammenbrechen, Krisen werden verschärft, weil man um knappe Ressourcen kämpfen muss.

Der schlechte Zustand der Gesundheitssysteme ist eine Folge von jahrelanger Überschuldung. Wie kann es sein, dass viele Länder mit niedrigem Einkommen mehr Geld für die Rückzahlung von Schulden als für die eigene öffentliche Gesundheit ausgeben? Die Weltbank und der Internationale Währungsfond (IWF) haben zurecht die Industriestaaten aufgerufen, Schuldenerleichterungen für die ärmsten Länder zu erlassen. So können diese Länder entlastet werden, um die drohende Notsituation besser bewältigen.

Fluchtbewegung und deren Folgen

Unter dem Hashtag #LeaveNoOneBehind macht die SEEBRÜCKE aufmerksam auf die Lebenslage Schutzsuchender, Asylsuchender auf den griechischen Inseln, in der Türkei und Libyen. Die Situation in den überfüllten Lagern ist katastrophal. Ohne medizinische und hygienische Grundversorgung mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit sind die Asylsuchenden der Pandemie schutzlos ausgeliefert. Während deutsche Bürger*innen aus allen Herren Länder nach Deutschland zurückgeholt werden, schafft man grundlegende Menschenrechte und das Recht auf Asyl an den europäischen Außengrenzen faktisch ab. An den Grenzen Europas werden Menschen erneut zu Nummern gemacht!

Es gibt keine weltweiten Rettungsschirme, um die Konsequenzen dieser Pandemie außerhalb des Globalen Nordens aufzufangen, es fehlt eine gemeinsame europäische Strategie, um alle Schutzsuchenden außerhalb der Lager unterzubringen. Was sind die Antworten der globalen Gemeinschaft auf die schwierige Lage?  Die Rufe zu einer globalen Solidarität werden immer lauter. Gelten auch diese Rufe für die Länder des Globalen Südens? Die Bekämpfung einer solchen Pandemie erfordert globale Kraftanstrengungen. UN-Generalsekretär António Guterres brachte es auf den Punkt: COVID-19 ist eine Bedrohung für die gesamte Menschheit – und die gesamte Menschheit muss dagegen ankämpfen. Maßnahmen einzelner Länder werden nicht ausreichen“[1]

Was lernen wir aus der schnellen Verbreitung von Corona?  COVID19 kennt keine Grenzen, wo sind die globalen Lösungen der Weltgemeinschaft? Auch Gerd Müller, Bundesminister für Entwicklung vertritt die Meinung, dass Corona nur global bezwungen werden kann. Es ist in unserem eigenen Interesse, Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu sauberem Wasser, zu gesundem Essen und ebenso zu effektiven Test- und Laborbedingungen zu geben. Halbheiten kosten Zeit und Menschenleben und holen uns, wie eine Epidemie, wieder ein.“[2]

[1] Das Vollständige Zitat ist hier abrufbar: https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/2020/corona-weltweiter-nothilfeaufruf/213166

[2] Siehe hier den Tagesspiegel Artikel vom 30.03.2020 https://www.tagesspiegel.de/politik/halbheiten-kosten-uns-das-ganze-leben-nur-zusammen-mit-den-schwachen-staaten-kann-die-pandemie-bezwungen-werden/25694016.html

Corona-Ende gut, alles gut ???

Im Globalen Norden befürchten viele Wirtschaftsexpert*innen die Folgen von Covid19 auf die Wirtschaft. Dass wir mit verheerenden wirtschaftlichen Folgen zu rechnen haben, bleibt außer Frage. Die Folgen werden in den ohnehin wirtschaftlich ausgebeuteten und verarmten Ländern im Süden, heftiger ausfallen. Corona ist eine neue Chance- die Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaftssystem auf den Prüfstand zu stellen.

Dafür fordern wir:

  • Keine weitere Verschuldungswelle: Die Weltbank hat ein Milliarden Paket zur Bewältigung der Corona-Krise bereitgestellt. Wir begrüßen den Vorstoß der Weltbank, Mittel für die Bekämpfung der Pandemie bereitzustellen. Dass die Mittel jedoch als Kredite zur Verfügung gestellt werden, bedeutet eine erneute Belastung vieler Länder im Süden. So wird die Verschuldung vieler Länder noch weiter in die Höhe getrieben. Wir fordern eine zinslose Unterstützung!
  • Finanzielle Entlastung der Länder durch einen kompletten Schuldenerlass. So können die Länder in ihr eigenes Gesundheitssystem investieren und eine bessere Versorgung ihrer Bevölkerungen gewährleisten. Entschuldungsbewegungen fordern diese Schritte seit Jahren.
  • Auf Alt Bewährtes setzen: Bei der Bekämpfung der Ebola Epidemie haben zum Beispiel viele betroffene afrikanische Länder gute Erfahrungen und Ansätze erprobt, die bei der Bekämpfung von COVID-19 nützlich sein können. Wir brauchen eine Unterstützung, die die Begebenheiten und Ressourcen vor Ort berücksichtigt.
  • In dieser fragilen Zeit ist der Schutz von Menschenrechten mehr denn je unabdingbar. Die Bekämpfung der Pandemie darf nicht auf Kosten von Menschen- und Asylrechten stattfinden. Wir mahnen dazu, die laufenden humanitären Krisen und insbesondere die Gefährdung von Geflüchteten, Schutzsuchenden zum Beispiel in Syrien, Libyen und auf den griechischen Inseln, nicht aus dem Blick zu verlieren. Der Zugang zu Schutz und Asylverfahren in der Europäischen Union muss wiederhergestellt werden.

 

PDF-Datei: Stellungnahme Corona im Globalen Süden